Verantwortungsvolles Spielen

Glücksspiel kann Unterhaltung sein, wenn es innerhalb bewusst gesetzter Grenzen stattfindet. Für die einen bleibt es ein gelegentlicher Zeitvertreib, für andere entwickelt sich daraus mit der Zeit ein Kontrollverlust, der sich nicht immer sofort bemerkbar macht. Diese Seite fasst zusammen, worauf zu achten ist, welche Werkzeuge zur Selbstkontrolle zur Verfügung stehen und wohin man sich wenden kann, wenn das eigene Spielverhalten zur Belastung wird. Wichtig vorab: Der Zugang zu allen hier beschriebenen Angeboten steht ausschließlich Personen ab 18 Jahren offen.

Anzeichen von Problemspiel

Problematisches Spielverhalten entwickelt sich meist schleichend, nicht von einem Tag auf den anderen. Typische Warnzeichen sind: mehr Zeit oder Geld einzusetzen, als ursprünglich geplant war, Verluste durch weiteres Spielen ausgleichen zu wollen, das eigene Spielverhalten vor Familie oder Freunden zu verheimlichen, oder Unruhe und Reizbarkeit zu verspüren, sobald nicht gespielt wird. Auch wenn andere Lebensbereiche wie Arbeit, Schlaf oder soziale Kontakte zunehmend unter dem Spielen leiden, ist das ein Signal, das ernst genommen werden sollte. Ein hilfreicher Selbstcheck: Fällt es schwer, mit einem im Voraus festgelegten Budget oder einer festgelegten Zeitspanne aufzuhören? Wird wiederholt mehr eingesetzt, als eigentlich zur Verfügung steht? Wer eine dieser Fragen mit Ja beantwortet, sollte das nicht ignorieren, sondern die im Folgenden beschriebenen Kontrollwerkzeuge nutzen oder professionelle Unterstützung suchen.

Tools zur Selbstkontrolle

  • Einzahlungslimit
  • Selbstausschluss
  • Reality Check / Zeiterinnerung

Beratungsstellen

Wer das Gefühl hat, die Kontrolle über das eigene Spielverhalten zu verlieren, muss das nicht allein bewältigen. In Deutschland existiert ein breites Netz an unabhängigen, kostenlosen und vertraulichen Beratungsangeboten für Betroffene und Angehörige, sowohl telefonisch als auch persönlich vor Ort. Eine kurze Suche nach „Suchtberatung Glücksspiel" gemeinsam mit dem eigenen Wohnort führt in der Regel zur nächstgelegenen Anlaufstelle. Auch der Hausarzt oder eine allgemeine psychosoziale Beratungsstelle kann als erster Ansprechpartner dienen und bei Bedarf an spezialisierte Angebote weitervermitteln. Der erste Schritt ist oft der schwierigste, aber auch der wichtigste.

Zuletzt aktualisiert: 2026